Unterricht

 

1. Schauspiel- und Improvisationsunterrichtunterricht

Ich habe das Glück gehabt in meiner beruflichen Laufbahn in sehr unterschiedlichen schauspielerischen Bereichen gerabeitet und die verschiedensten Perspektiven in diesem Beruf eingenommen zu haben. Ich habe sowohl am Stadttheater, mit Tourneetheatern,  in der freien Szene und bei Film und Fernsehen gearbeitet, war Ensemblemitglied, Gast, Dramaturg, Produzent, Regisseur und Theaterleiter, habe aber die schauspielerische Sicht auf die Dinge nie verlassen. Aus all diesen teilweise sich widersprechenden Erfahrungen speist sich mein Unterrichten. Ich habe den Beruf immer wieder neu gelernt, denn  die Anforderungen und Spiel-und Denkweisen unterscheiden sich in den verschiedenen Bereichen sehr.

Mir ist klar, dass es nicht DEN schauspielerischen Weg gibt, sondern, dass den Zugang zu SEINEM Schauspieler-sein, jeder selbst entdecken muß. Ich glaube aber auch, dass man dabei behilflich sein kann.

Vermittelt werden Grundlagen: Spielen, Denken, Sprechen, Verslehre, Textanalyse, Körper und Sprache ins Verhältnis zur konkreten Bühnensituation bringen. Dramaturgisches,  philosophisches, ethisches und theatertheoretisches Hintergrundwissen zur Erweiterung der figürlichen und szenischen Phantasie durch konkrete auf den Abeitsgegenstand bezogene Texte.

Improvisation als Form die eigenen Potentiale zu entdecken, zu entfalten und zu erweitern.

Vieles mehr, was sich aus den individuellen Fragestellungen ergibt, die ein jeder mitbringt.

2. Coaching

Vorbereitung auf Film/Fernseh und Theaterrollen, aber auch Lesungen, Vorstellungsgespräche, Verkaufssituationen, Vorträge.

Ich bediene mich aus meiner eigenen schauspielerischen Praxis, d.h. für Film und Fernsehen fließen Techniken ein mit denen ich mich intensiv beschäftigt und vor der Kamera erprobt habe, z.B. Chubbuck, psychologische Geste, Subpersonality, Improvisation, aber auch allgemeine Dinge, z.B. wie lese ich ein Drehbuch, wie strukturiere ich meine Vorbereitung, wie gehe ich zu einem Casting, einer Leseprobe, einer Kostüm oder Maskenprobe. Wie bereite ich das Drehbuch für mich so vor, dass es mir am Drehort wirklich nützt und nicht nur durch die Gegend geschleppt wird. Wie gehe ich mit Angst und Aufregung um.

3. Diktion, bzw Umgang mit Strukturen in Texten

Diktions oder Versunterricht umfasst für mich nicht nur den Bereich der dramatischen Dichtung, sondern dient dazu Schauspielern ein besseres Rüstzeug für das Arbeiten mit Texten mitzugeben. Es ist eine Hilfestellung beim Aufspüren von Strukturen in Texten und  ersetzt dem Schauspieler das, was für den Musiker die Noten sind.

Was meine ich damit:

Schauspieler sind im allgemeinen verurteilt zur Sentimentalität, weil Ihnen im Gegensatz zu Sängern oder Musikern die Noten fehlen, an die zu halten schon mal für Entsentimentalisierung sorgt, weil das Tempo, die Pausen, die Verschleppungen notiert sind. Aber auch wir können solche Notierungen in Texten auffinden, denn fast jeder Autor hat seinen Atem, sein Tempo in seine Texte eingeschrieben und die Guten sowieso.

Diese Notierungen erlauben uns unabhängig von Interpretation etwas zu verfolgen was schon dasteht, dem wir vertrauen, dem wir uns überlassen können, das zur Grundlage unser Interpretation werden kann.

Was ich anbiete ist eine Einführung in Verslehre:

Also: Versfüsse und wesentlichen Verse und wo die angewendet werden und warum, wie und wann sie entstanden sind. Unterscheidung von dramatischem und lyrischem Vers. Wie wird welcher Vers behandelt. Was nutzt uns das Ganze in der konkreten schauspielerischen Arbeit. Beispiele von der Antike bis in die Gegenwart. Trochäischer antiker Vers, Hexameter, Alexandriner, Blankvers, Gedankenstriche bei Schiller, Pausen, Stillen, Schweigen bei Horvath, Tom Lanoye und seine Shakespeare-bearbeitungen um nur Beispiele zu nennen.

Was erfahre ich über den Zustand der Figur, indem ich einem dramatischen Vers folge, welche Dynamik entwickelt sich, wenn ich den Gedankenstrichen bei Schiller folge, was macht der Blankvers mit Johanna, mit dem Mädchen das sie spielt, was der Vers Ruprechts mit den Jungs.

Das ganze hat ein gewisses theoretisches Potential, dass aber nicht betont wird und ist insgesamt eine eher sinnliche Arbeit.

Ich gebe Unterricht nach folgendem Prinzip

Die ersten 1 1/2 h Stunden sind unentgeltlich, als Probestunde gedacht. Danach einigt man sich, ob man miteinander arbeiten will und woran und dann läßt man sich gegenseitig auf 10h miteinander ein. Das finanziellen Splitting liegt dabei je nach Geldbörse zwischen 60€ und 90€ pro Zeitstunde und jeder entscheidet selbst, was er oder sie bezahlen kann und will.

Coachings können natürlich auch Stundenweise gebucht werden.

Es kann JEDER kommen.

Ich gebe auch Workshops, die ich separat ankündige.

Anmeldungen unter joergwitte1@gmx.de